Powerradio4u – vom Kassettenradio zur freien Musik

Früher, als dieses Internetz noch tatsächliches Neuland war, blieb man mit Freunden und Bekannten über so altmodische Dinge wie Telefon oder sogar Briefe in Kontakt. Manch einer bediente sich aber auch sogenannten Tonbandbriefen, also gesprochene Nachrichten, die dann auf Kassetten oder – noch früher – auf Tonbändern verschickt wurden. Als ich 1999 meine Ausbildung am damaligen Berufsbildungswerk Chemnitz begann, traf ich mit Ronny „Bodo“ Rahde und Falko „Gorilla“ Biebl auf zwei verrückte Jungs, die das Hobby der Tonbandbriefe seit Kindheitstagen noch etwas ausgeweitet hatten. Statt simpler Sprachbotschaften gestalteten sie komplette Radiosendungen und tauschten sie sich untereinander aus. „Powerradio4u“ nannten sie ihr Kassettenradio, das sie mit einfachsten Mitteln zusammenzimmerten und mich als Radio-Freak damit sofort in ihren Bann zogen. Damals bastelte ich an alten Radios herum und schaffte es, diese zu primitiven UKW-Sendern kleiner Leistung und Reichweite umzubauen. Da verstand es sich von selbst, dass „Powerradio4u“ schon bald nicht mehr nur von der Kassette kam.

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Der Indiepoint geht in die Spätschicht

Ab heute, 01. Oktober, geht der Indiepoint auf RMNRadio.fm 2 Stunden später auf Sendung, also um 21:00 statt um 19:00 Uhr. Auf dem bisherigen Sendeplatz ist nun der Night-Flight zu hören und bringt euch jede Menge Rock und Metal. Der Donnerstagabend wird damit durchweg alternativ geprägt sein.
Die Anpassung habe ich deshalb angeregt, da der Indiepoint eine Sendung nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Hinhören sein soll, was nach einigem Feedback in den letzten Monaten auf dem vorherigen Sendeplatz offenbar nicht für jeden Hörer möglich war. Nun begleitet euch der Indiepoint mit alternativer Musik aus dem Netz und aller Welt, gepaart mit dem ein oder anderen Mainstream-Song auf den Weg ins Bett oder ist vielleicht sogar die passende Einschlafmusik. Letzteres möchte ich eigentlich nicht hoffen, denn sonst könnte ich mich bei der nächsten Sendeplan-Anpassung zu einer Morningshow verannlasst sehen. Und glaubt mir, _das_ wollt ihr nicht. :)

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Die Robbe kehrt zurück ins Radio

Heute Nachmittag um 16:00 Uhr startet RMNRadio einen Programm-Relaunch, welchen ich live moderieren werde. In Beiträgen und Interviews meiner Kollegen hört Ihr dann alles Wissenswerte über das neue Programmschema, die neue Homepage und das neue On-Air-Design.

Und wer mich wieder regelmäßig im Radio hören möchte, kann dies ab kommenden Donnerstag tun. Zwischen 19 und 21:00 Uhr gestalte ich jede Woche den Indiepoint, natürlich wieder mit jeder Menge Netzmusik. Auch die Musiklinks zur aktuellen Sendung sollen nicht fehlen. Diese wird es dann voraussichtlich direkt auf der RMNRadio-Homepage geben, mehr dazu folgt noch.

Schauen wir mal, ob ich das Radiomachen nach fast einem halben Jahr Pause nicht ganz verlernt habe. :)

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Die 90er am Ostersonntag bei RMNRadio - Copyright © RMNRadio

Die 90er am Ostersonntag bei RMNRadio

Am Ostersonntag feiert RMNRadio die Musik der 90er, und ich bin mit einer Livesendung dabei!
Von 20:00 bis 22:00 Uhr auf www.RMNRadio.fm!
Auf die Ohren gibt es alles, was die Klubs der 90er zum Beben brachte: von Hip-House bis Eurodance, von Techno bis Trance. Dazu natürlich jede Menge Pleiten, Pech und Pannen, wie es sich für die Erstsendung auf einem neuen Kanal gehört. :)
Mein Einstieg bei RMNRadio kam recht spontan zustande, daher stehen nach dieser ersten Sendung auch noch keine konkreten regelmäßigen Sendetermine fest. Mittelfristig plane ich aber, auch „Frei wie der Wind“ in irgendeiner Form wiederzubeleben. Mehr dazu gibts dann selbstverständlich auch hier zu lesen. Aber zunächst gibt es passend zu Ostern die Wiederauferstehung der Radiorobbe aus den grauen Untiefen der Webradio-Abstinenz. :)

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Buttons, Booms und böse Radios

Das neue Jahr ist schon wieder zwei Monate alt, mein Studio hat ohne Webradio und Ideen für neue Robbentröten recht wenig zu tun und meine Tastatur könnte auch wieder etwas öfter Texte ins System hacken. Zeit also, um sich mal wieder etwas ums Robbenblog zu kümmern und ein paar Updates loszuwerden.

Shariff heißt der Nachfolger der von der Zeitschrift c’t herausgegebenen Social-Media-Buttons. Statt der 2-Klick-Aktivierung setzt dieses System auf eine einfachere Ein-Klick-Variante, die jedoch ebenfalls keine Daten ohne Einwilligung des Nutzers überträgt. Diese neuen Buttons sind mittlerweile auch als WordPress-Plugin verfügbar und laufen seit einigen Wochen im Robbenblog. Drüben bei Robbinär muss ich sie von Hand ins System basteln, worum ich mich irgendwann auch noch kümmern werde.
Des Weiteren habe ich diesem Blog mal ein etwas frischeres Aussehen spendiert, das alte 2010-Theme kann nach 5 Jahren nun doch mal in den Ruhestand gehen. An der Bedienung der Seite sollte sich dadurch aber nichts geändert haben.

Und sonst so?

Derzeit arbeite ich an der Idee eines weitgehend automatisierten Webradios, welches ausschließlich auf gemafreien bzw. alternativ lizensierten Inhalten basiert. Mein Musikarchiv umfasst nach 3 Jahren Sendung zwar einiges an Gratis-Musik, wovon jedoch nur ein geringer Teil auch eindeutig mit einer Creative-Commons-Lizenz gekennzeichnet ist. Der Rest besteht aus legalen Gratis-Downloads von zumeist kleineren Indie-Labels, bei denen es allerdings sehr mühsam ist, die jeweiligen Verbreitungsbedingungen herauszufinden. Denn nur, weil etwas frei verfügbar im Netz angeboten wird, ist man als Musiknutzer damit längst nicht auf der sicheren Seite. Also bleibt die Auswahl an für ein solches Projekt verwendbarer Musik recht überschaubar. Da es außerdem mein Ziel ist, die Musikauswahl auf einem „genießbaren“ Level zu halten, wird die Musiksuche zusätzlich erschwert. Auch wenn die freie Musikwelt mittlerweile sehr viel bunter als früher ist und nicht mehr nur aus nerdigen Elektronikklängen besteht, braucht es für einen komplett auf solcher Musik basierenden Radiosender meiner Meinung nach noch viel mehr massentaugliche Musik. Es wird sich zeigen, ob das „Robbenradio“ irgendwann tatsächlich Realität wird.

Natürlich halte ich auch nach anderen Webradios Ausschau, um vielleicht bald auch wieder eine regelmäßige Live-Sendung gestalten zu können. Einen akzeptablen Ersatz für das kleine, aber feine SLANG Radio zu finden fällt allerdings sehr schwer. Adressen, bei denen ich anklopfen könnte, gäbe es einige und meine Chancen wären sicher nicht die schlechtesten, doch – auch auf die Gefahr hin, jetzt ein wenig überheblich zu klingen – die wenigsten Webradios, die mir bisher in die Ohren gekommen sind, konnte ich mir länger als 5 Minuten antun. „Wenn du willst, dass etwas gut wird, dann mach es selbst.“ Ein gutes Motto, bei all den 0815-Radios da draußen aber vermutlich vergebliche Müh. Ich werde wohl lernen müssen, meine Ansprüche wieder etwas herabzusetzen, wenn mein Mischpult nicht einrosten soll.

Abschließend sei noch kurz die Plattform Audioboom erwähnt, auf der ich auch hin und wieder aktiv gewesen bin. Dort habe ich heute meinen Account gelöscht, da Audioboom die Nutzungsbedingungen auf inakzeptable Weise geändert hat. Bisher war es möglich, Aufnahmen für jedermann zugänglich zu machen, also auch ohne einen Account bei Audioboom. Dies wurde jetzt still und heimlich abgeschaltet und man muss sich auch zum bloßen Anhören der Nutzerposts bei Audioboom registrieren. Lediglich der Podcast-Feed funktioniert noch anonym, was aber vermutlich auch nur eine Frage der Zeit sein wird. Man stelle sich nur mal vor, Youtube würde künftig einen Google-Account zum Anschauen von Videos erzwingen. Das Geschrei wäre sicher groß. Und auch wenn ich bei Audioboom nur alle Jubeljahre mal etwas hochgeladen habe, möchte ich mit der Löschung meines Accounts deutlich meine Abneigung gegen diesen Umgang mit den Nutzern zum Ausdruck bringen.
Alternative Dienste gibt es allerdings kaum. Vielleicht wird es Zeit, die Robbentröte dafür mal wieder etwas mit Inhalt zu befüllen?

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SLANG Radio stellt zum 21.12. den Sendebetrieb ein

Wie seit heute auf der SLANG-Radio-Homepage zu lesen ist, stellen wir zum 21. Dezember 2014 den Sendebetrieb ein. Gründe hierfür gibt es einige, wobei an dieser Stelle nur der Wichtigste genannt sein soll. Da einer der Haupt-Initiatoren des Senders zum Jahresende seine Mitarbeit aufgeben muss, stünden uns ab Januar nur noch unzureichende Mittel für einen reibungslosen und vor allem lohnenswerten Sendebetrieb zur Verfügung. Zwar gab es noch einige überdenkenswerte Ideen, den Sendebetrieb weiterzuführen. Am Ende ist es aber nur allzu verständlich, dass Sascha Lang, Initiator unseres Senders, sich mit seiner Mission, behindertenspezifische Themen in die Öffentlichkeit zu bringen, in andere Richtungen wenden möchte.

Für mich gehen damit mehr als drei Jahre Radioerfahrung vorbei, die ich in einem sehr angenehmen Team ohne allzu große Streitereien verbringen durfte. Als ich im Herbst 2011 zunächst als Comoderator ins Team von SLANG Radio einstieg, war ich noch etwas skeptisch, ob ich als unterhaltungsorientierter Moderator bei einem solchen Projekt überhaupt gut aufgehoben bin. Auch wenn ich natürlich ein Interesse daran habe, dass die Belange behinderter Menschen in die Öffentlichkeit gebracht werden, war ich nie ein „Kämpfer an vorderster Front“. Es gibt andere Menschen, die darin sehr viel talentierter sind und auch viel mehr erreichen können. Doch SLANG Radio bestand ja nicht nur aus Informationssendungen, sondern auch aus Musik, zu der ich schon bald meinen bescheidenen Teil beitragen konnte. „Frei wie der Wind, die „Mr.-Brandy-Show“, der „SLANG Treff“ und zuletzt auch „Rock It!“ waren Sendungen, an denen ich mich beteiligen konnte oder die unter meiner eigenen Redaktion standen.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, bei SLANG Radio zu arbeiten. Gern erinnere ich mich an die Berichterstattung zu den paralympischen Spielen 2012 in London zurück, an comoderierte und nicht selten chaotische Sendungen, an unzählige Pannen und Versprecher oder an unsere Teamkonferenzen, in denen so manche Spinnerei entstand und nicht selten ihren Weg ins Programm fand. Wie überall gab es auch bei uns die ein oder andere Krise, von denen aber jede mit einem Team gemeistert werden konnte, das sich bis zuletzt keinen persönlichen Zerwürfnissen hingegeben hat und sich in der Hoffnung auf ein baldiges Wiederhören auf anderen Stationen am Jahresende trennen wird. Wie leicht das Wiederhören – auch für meine Sendungen – jedoch sein wird, muss sich erst noch herausstellen. Doch bis dahin bleibt noch etwas Zeit und viele Stunden Programm, die ich euch natürlich gern liefern werde.
Danach aber heißt es mal wieder: Robbe sucht Radio!

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Neu auf SLANG Radio: Der SLANG Treff am Donnerstag

Ab morgen, 31. Oktober, moderiere ich jeden Donnerstag auf SLANG Radio live den „SLANG Treff am Donnerstag“. Diese Sendung tritt vorläufig die Nachfolge der Mr.-Brandy-Show an, da Karsten als bisheriger Moderator der Sendung sich aus dem Sendebetrieb zurückgezogen hat. Inhaltlich wird sich an der Sendung nicht allzu viel ändern, sie bleibt eine Mitmach-Show mit euren Musikwünschen sowie hin und wieder kurzweiligem Geplauder mit Studiogästen. Der Sendeplan wurde bereits entsprechend aktualisiert. Ob ich diese Sendung auf Dauer behalten werde, entscheidet sich bis Jahresende, da es Anfang Januar einen Relaunch bei SLANG Radio geben wird.

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Bye bye, Rainbow-Stream

Am gestrigen Samstag erreichte mich die Nachricht, dass der Rainbow-Stream seinen Sendebetrieb eingestellt hat. Auch wenn ich im letzten Sommer meine aktive Mitarbeit an diesem Projekt beendet habe, bin ich dem „Regenbogen“ als Hörer treu geblieben und habe gern eingeschaltet, sofern es meine Zeit erlaubte. Es ist sehr bedauerlich, auf eines der wohl ältesten, nichtkommerziellen Webradios in Zukunft verzichten zu müssen. Bis zuletzt war der Rainbow trotz deutlich spürbarer Unterbesetzung, die sicher auch ein Grund für die Schließung gewesen sein dürfte, eine angenehme Abwechslung zum Einheitsbrei der vielen anderen Chat-Radios, gab es beim Rainbow neben einer obligatorischen Community doch auch echte Inhalte. Fast 10 Jahre gab es „Musik unter dem Regenbogen“, was für ein Webradio, das sich primär nie durch Werbung finanziert hat, eine sehr beachtliche Leistung ist – dafür meinen Respekt, Moni und Doc. Vielleicht hört man euch ja irgendwann mal an anderer Stelle wieder.

Wie schwierig es ist, mit wenigen Leuten ein Webradio überhaupt erst zu planen, zeigte sich vor einigen Monaten in meinem Freundeskreis. „Powerradio4u“ hieß vor vielen Jahren ein zunächst als „Kassetten-Radio“ gestartetes Projekt unter Schulfreunden, was sich irgendwann als geschlossene Community ins Internet verlagerte. Hier wuchs meine Begeisterung fürs Moderieren, bis ich schließlich den Schritt in die potentiell breite Öffentlichkeit wagte. Powerradio4u geriet jedoch nie in Vergessenheit und unser Traum war es, den Sender auf solide und vor allem legale Füße zu stellen.

Rein technisch ist es kein Problem, ein Webradio einzurichten, denn Homepage und Stream sind schon für relativ kleines Geld zu haben. Größter Kostenfaktor sind die gerade für kleine Radios horrenden Lizenzgebühren für Gema und GVL, die sich im Monat schon mal auf knappe 100 Euro belaufen dürften. Schließlich möchte man seinen Hörern auch deren Lieblingsmusik auf die Ohren geben und kann das Programm nicht ausschließlich mit alternativ lizensierter Musik bestreiten. Alles in allem entstehen also unverhältnismäßig hohe Gesamtkosten, die mit 2 oder 3 Leuten ohne festen Job nahezu unmöglich gestemmt werden können. Schwammige Auswege, wie etwa die von diversen Webradios genutzte Flucht zu ausländischen und günstigeren Verwertungsgesellschaften, hielten wir auf die Dauer für zu riskant. Zwar wird man mit einem Webradio, das vielleicht nie mehr als 20 Hörer haben wird, auf lange Zeit als „Piratensender“ unter dem Radar bleiben können, doch mit einem flauen Gefühl im Magen dürfte der Spaß am Senden schnell vorbei sein. Sich einen echten Piratensender auf dem Dachboden einzurichten ist da wesentlich ungefährlicher, als im Internet eine Abmahnung oder dergleichen zu riskieren. Bedenkt man dann noch die Tatsache, dass es für „Kinderzimmer-Radios“ mit Klicki-Bunti-Chats offenbar ein weitaus größeres Publikum zu geben scheint, als für Radios mit echten Programminhalten, ist der Frust eigentlich schon vorprogrammiert. Also blieb uns nichts anderes übrig, als das Projekt vorerst ruhen zu lassen und unsere Arbeit in andere Radioprojekte mit einzubringen.

Von daher war das Ende des Regenbogens wohl schon einige Zeit lang abzusehen, da zum Schluss nur noch 3 Live-Moderatoren on air waren. Bedauerlich ist es trotzdem. Zwar bin ich mittlerweile bei SLANG Radio fest eingebunden und arbeite gern an der Weiterentwicklung dieses Projektes mit, doch an meine Wurzeln in kleinen Community-Radios denke ich oft zurück und ebenso oft überlege ich, bei einem dieser Radios hin und wieder mitzusenden. Umso trauriger, eines der wenigen, angenehm zu hörenden Radios nun verschwinden zu sehen.

Bye bye, Rainbow-Stream!

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Tipp: Shoutcast als Relay für einen Icecast-Server

Da ich kürzlich mit diesem Problem konfrontiert wurde, teile ich gern die am Ende doch recht einfache Lösung.
Aufgabe war es, Moderatoren einen Icecast-Zugang für ihre Sendungen anzubieten, ohne dabei für die Hörer die bisher verwendete Shoutcast-Struktur des Streamservers aufgeben zu müssen. Es sollte also möglich gemacht werden, den Shoutcast-Server (Version 1.9.x), der bisher von den Hörern genutzt wurde, als Relay für den Icecast-Server einzurichten. Und so geht man vor:

Zunächst wird aus Kompatibilitätsgründen der Icecast-Server so eingerichtet, dass sich auch jeder native Shoutcast-Client zum Icecast verbinden kann. Dazu muss ein zusätzlicher Port definiert werden, da Shoutcast grundsätzlich 2 Verbindungs-Ports nutzt. Der zweite Port muss dabei um eins höher liegen als der normale Sende- und Empfangsport und benötigt zudem eine Kennzeichnung als Shoutcast-kompatibel.


<listen-socket>
<port>8000</port>
</listen-socket>

<listen-socket>
<port>8001</port>
<!-- Folgende einstellung markiert den Port als Shoutcast-kompatibel -->
<shoutcast-compat>1</shoutcast-compat>
</listen-socket>

Anschließend sollte noch ein spezieller Mountpoint als Shoutcast-Mount angegeben werden, anderenfalls greift Shoutcast auf den Standard-Mount /stream zu:

<shoutcast-mount>/live</shoutcast-mount>

Abschließend wird im Abschnitt „Paths“ der Icecast-Konfiguration folgende Zeile geändert:

<alias source="/" dest="/status.xsl"/>

Als Ziel für den Alias muss der zuvor als Shoutcast-Mount definierte Wert eingetragen werden:

<alias source="/" dest="/live"/>

Und damit ist der Icecast-Server auch schon fertig eingerichtet. Jetzt muss nur noch die Shoutcast-Konfiguration entsprechend angepasst werden, sodass Shoutcast den Icecast- Stream als Relay weiterleitet:

RelayPort=8000
RelayServer=Server-Adresse

Zu beachten ist, dass Shoutcast jetzt zwar das Audiosignal abgreift, jedoch die Metadaten teilweise unzuverlässig empfängt. So werden z. B. die Infos zum gerade laufenden Song mit einigen Sekunden Verzögerung empfangen und der Stream-Name wird nur dann aktualisiert, wenn die Relay-Verbindung neu aufgebaut wird. Ansonsten ist diese Kette aber erstaunlich stabil. Dennoch ist ein kompletter Umstieg auf Icecast sicher die bessere Alternative.

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