Das iPhone ist kein Handy…

Getroffene Hunde bellen, sagt man. Und so ist es für mich immer wieder ein Spaß, gestandene Applejünger aufs Korn zu nehmen.
Man möge das iPhone doch bitte nicht als Handy bezeichnen, so ereiferte sich kürzlich ein Twitternutzer. Natürlich findet das meine volle Zustimmung, denn ein iPhone ist weder handlich, noch kann man damit komfortabel telefonieren. Warum sollte man auch? Das Potential dieser Geld- und energiefressenden Fummelmaschine ist außerdem noch gar nicht ausgereizt.

In ein paar Jahren werden wir ein iPhone erleben, mit dem klassisches Telefonieren – wenn überhaupt – nur noch per Jailbreak möglich sein wird. Natürlich wird es auch dann noch Kommunikation zwischen einzelnen Nutzern geben – mehr und intensiver als jetzt –, doch dies hat seinen Preis. Ähnlich, wie es jetzt schon bei Programmen (auch „Apps“ genannt) von Drittanbietern der Fall ist, müssen in Zukunft auch Gesprächspartner durch eine Prüfung bei Apple, bevor sie mit dem gewünschten iPhone-Nutzer telefonieren können. Nutzer eines iPhones können den Prüfungsvorgang beschleunigen, wenn sie die Kontaktdaten des Anrufers bereits in ihrem Adressbuch gespeichert haben, dessen Inhalt selbstverständlich auf Servern des Unternehmens sicher gespeichert ist. Es versteht sich von selbst, dass hoffnungslos altmodische Nutzer der zu diesem Zeitpunkt ohnehin völlig vom Markt verschwundenen normalen Mobiltelefone das Nachsehen haben werden, da Apple mittlerweile ein eigenes Mobilfunknetz betreibt und eine weltweite Monopolstellung genießt. Alles für eine bessere, sichere Welt. Und über allem wacht das Auge des heiligen Steve, dem allmächtigen und einzigen Gott jener tollen, neuen Welt. Zweifle nicht, sonst bist du des Todes oder giltst wenigstens als abnormal und stehst im Visier der Ermittlungsbehörden. Wer hatte doch neulich noch behauptet, jemand ohne Facebook-Konto ist potentiell ein Psychopath oder Terrorist? Jemand ohne iPhone ist es sicher bald auch.

OK OK, ich höre ja schon auf damit. Aber… verdammt, es macht einfach zu viel Spaß! :D

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Kompromisslose Sanktionen gegen Facebooknutzer!

Es gibt offenbar immer noch unbelehrbare Menschen, die ohne nachzudenken ihre Adressbücher von Facebook auslesen lassen und sich dann wundern, warum sich ihre Mitmenschen angepisst fühlen, weil sie automatisch erstellte Spammails vom Fratzenbuch bekommen. Jetzt reicht’s! Schluss mit sozialen Netzen, ganz ohne Kompromisse! Wen es ebenso nervt, wenn Facebook und Co. unaufgeforderte Einladungen verschicken, kann ja mal folgenden „Musterbrief“ an den Verursacher der Einladung abschicken…

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Pickel-Browser

Pickel im Gesicht? Kein Problem, nimm einfach einen anderen Browser! Nun ja, zumindest könnte man dies aus einem Spamkommentar eines gewissen „acne home remedies“ schlussfolgern. Hausmittel gegen Akne stelle ich mir aber etwas anders vor…

„The new Zune browser is surprisingly good, but not as good as the iPod’s. It works well, but isn’t as fast as Safari, and has a clunkier interface. If you occasionally plan on using the web browser that’s not an issue, but if you’re planning to browse the web alot from your PMP then the iPod’s larger screen and better browser may be important.“

Also: Der Zune-Browser ist zwar überraschend gut, aber wegen seines klobigeren Interfaces und fehlender Schnelligkeit noch lange nicht so gut wie der des iPod und…
„My site is: what causes acne (Link entfernt)“
…verursacht daher Pickel im Gesicht? Ich habe Angst!

Theorien stellen diese Spammer auf, einfach der Wahnsinn. Mein Favorit ist aber immer noch der y-förmige Sarg nach zu heftigem Liebesspiel… :D

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April, a-brüll-nicht-vor-lachen

Ich muss ja zugeben, dass ich für gut gemachte Medien-Aprilscherze durchaus zu haben bin. Die Vielfalt und Kreativität war allerdings auch schon mal besser. Schauen wir doch mal, was mein Newsreader dieses Jahr so auf Lager hat:

Im Lokalteil der MAZ ist ein eher bescheidener Aprilscherz zu lesen. Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann erhält nahezu fürstlichen Besuch und empfängt Charlene Wittstock, die südafrikanische verlobte des Fürsten Albert II.

Weit weniger bescheiden ist man im Süden Brandenburgs, wie die Landesantenne des RBB zu berichten weiß. Da rechnet man gleich mal damit, dass der zu Cottbus gehörende Branitzer Park in Zukunft unter englischer Hoheit steht. Hermann von Pückler-Muskau hat dieses Anwesen nämlich 1827 auf seiner Englandreise angeblich beim Kartenspiel mit König Georg dem IV. verlohren. Waren die Briten damals nicht viel zu imperial, um sich mit solchen Kleinigkeiten überhaupt abzugeben? Wie es scheint, gibt es in Brandenburg immer noch eine Sehnsucht nach den alten, preußischen Monarchiezeiten.

Heise Online berichtet von einem plötzlichen Richtungswechsel für die Computertechnik im Berliner Außenministerium. Erst Linux, dann doch wieder Windows und plötzlich Apple? Die Apps seien ja so billig, so eine der Begründungen. Tja, aber die Anschaffungskosten sind es nicht, denn auch die HArdware will ja bezahlt werden. Auch wenn ich ja mittlerweile glaube, dass Apple eine globale Gleichschaltung vornehmen möchte, aber das war dann wohl doch ein Scherz.

Einen klassischen April-Schocker gab es von Satellifax – einem Nachrichtendienst für das Mediengeschehen im deutschsprachigen Raum. So wolle der Satellitenbetreiber SES Astra die für ursprünglich 30. April 2012 geplante Abschaltung aller analogen Satellitenprogramme bereits auf dieses Wochenende vorverlegen. Französische und spanische Pay-TV-Anbieter bräuchten angeblich mehr Kapazitäten für HDTV-Programme, welche Astra derzeit jedoch nicht bieten könne. Die Drohung, zu einem anderen Satellitenanbieter zu wechseln, führe nun zu dieser drastischen Entscheidung. Wie viele der über 1 Millionen Nutzer des analogen Satellitenfernsehens wohl in die Geschäfte gerannt sind, um sich zu digitalisieren? Da könnte man ja fast den Eindruck bekommen, dieser Scherz wäre von der Fernsehindustrie auf den Weg gebracht worden.

Zeichnet sich das Star-Trek-Universum nicht dadurch aus, dass Geld und Statussymbole dort keine große Bedeutung mehr haben? Nun ja, man kann aber ruhig zeitgemäß träumen, so lange man sich noch im 21. Jahrhundert befindet. Unerwartet hohe Werbeeinnahmen durch unerwartet unsichtbare Banner erlauben nun dem Betreiber der SF-Ecke samt Begleitung eine stilvolle Anreise zur Fedcon, welche dieses Jahr ihr zwanzigstes Jubiläum feiert. Nice try. Aber das mit den unsichtbaren Werbebannern finde ich cool, damit würde ich auch gern so viel Geld verdienen. :)

Ob ich mir auch noch einen Aprilscherz ausdenken sollte? Aber nein, dazu hat dieses Blog wohl viel zu wenig Leser und ist eh ein Aprilscherz in sich. Und da der 1. April bald vorbei ist, schalte ich das Blog in wenigen Stunden offline. Bis zum nächsten Jahr. :)

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Inkontinente Tweets

Twitter ist doch echt toll. Entweder wird man von Spammern verfolgt oder von Leuten, die ihre Timeline mit furchtbar informativen Nachrichten wie diesen hier…

„Mensch! Was ist denn da los! Ständig muss ich pissen, obwohl ich heute im gleichen Maße getrunken habe wie sonst auch. Und sonst ists nie so“

…“befüllen“. Es gibt Dinge, die sind zwar menschlicher wie nichts anderes, aber muss das denn die ganze Welt wissen?

Und wer soll diese Frage denn beantworten? In 140 Zeichen lässt sich das jedenfalls nicht so einfach bewerkstelligen. Vielleicht wissen die Leute vom Kackblog irgendeine Lösung für die temporäre Inkontinenz meines Followers. Aber ob ihm überhaupt noch zu helfen ist? Er hat seit 2 Tagen nämlich nichts mehr getwittert, vielleicht hat er sich inzwischen selbst die Toilette hinuntergespült.
Flow in peace.

BTW: Ich habe vorübergehend meine Tweets wieder öffentlich geschaltet. Spamrobotter haben wenigstens keine Blasenprobleme, über die sie Twittern könnten. :D

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